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    die Studie für mittelständische Unternehmensrisiken
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Hintergrund

Das strategische Risikomanagement beschäftigt sich mit der Frage, von welchen Faktoren der langfristige Erfolg des Unternehmens ("Erfolgsfaktoren") abhängig ist und welchen Bedrohungen diese Faktoren ausgesetzt sind. Hierbei werden – wie üblich im Risikomanagement – die Risiken identifiziert, quantitativ und qualitativ bewertet, ihre Gesamtwirkung durch eine geeignete Risikoaggregation ermittelt und schließlich die Risiken bewältigt.

Dieser Risikomanagement-Prozess hat im Bereich des strategischen Risikomanagements allerdings gewisse Besonderheiten, die insbesondere mit der naturgemäß hohen Komplexität im Rahmen der strategischen Unternehmenssteuerung zusammenhängen. Gerade die Risikoidentifikation gestaltet sich hier oftmals schwierig, weil schlecht definierte Problemstellungen für einen sehr langfristigen Betrachtungshorizont bearbeitet werden müssen. Bei dieser Identifikation strategischer Risiken ist offensichtlich, dass eine Gefährdung der oben bereits erwähnten Erfolgsfaktoren von außerordentlich hoher Bedeutung für den langfristigen Unternehmenserfolg und damit für das strategische Risikomanagement insgesamt ist. Von diesen Gefahren für die zentralen Erfolgsfaktoren geht im übrigen auch eine erhebliche Bestandsgefährdung im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) aus, was allerdings in der Praxis bei der Erfüllung vermeintlich formaler KonTraG-Verpflichtungen aufgrund der eher langfristigen Ursache-Wirkungs-Beziehungen im Bereich der strategischen Risiken gerne übersehen wird (vgl. Gleißner, W.: Risikopolitik und strategische Unternehmensführung, in: Der Betrieb 33/2000, S. 1625).

Gerade im Mittelstand als einer zentralen Säule der deutschen Wirtschaft werden erfahrungsgemäß derartige Fragestellungen oftmals nur unstrukturiert berücksichtigt, obwohl diese Fragen zur langfristigen Überlebensfähigkeit des Mittelstands von großer Bedeutung sind. Aktuell wird zahlreichen mittelständischen Unternehmen die Notwendigkeit einer strukturierten Beschäftigung mit derartig qualitativ-langfristigen Problemstellungen durch die Integration dieser Faktoren in die neugestalteten Rating-Verfahren der Kreditwirtschaft - unabhängig von allen Unterschieden im Detail - verdeutlicht. Zur Frage der Strukturiertheit ist zu beachten, dass sich die entscheidenden Erfolgsfaktoren von Unternehmen zu Unternehmen stark unterscheiden können. Insbesondere sind Erfolg und Misserfolg von Unternehmen nach empirischen Befunden aus dem Bereich der Erfolgsfaktorenforschung auch abhängig von zentralen Strukturmerkmalen des Unternehmens an sich sowie seines Umfelds (vgl. hierzu ausführlich z. B. bei Daschmann, H.-A.: Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen, 1994).

Mit der Frage, welche Unternehmens- und Umfeldtypen von herausragender Relevanz sind, beschäftigte sich eine Studie im Auftrag des Rationalisierungs-Kuratoriums der Deutschen Wirtschaft (RKW) e. V., die vom Institut für Produktionswirtschaft und Controlling an der Ludwig-Maximilian-Universität München federführend von Küpper durchgeführt wurde (vgl. Küpper, H.-U. / Bronner, T. / Daschmann, H.-A.: RKW-Strategiemappe - Strategisches Analyse- und Planungssystem (SAPS), 1994). Die dort entwickelte Typisierung stellt für unsere aktuelle Studie eine wichtige Grundlage dar.

Folgende Unternehmens- und Umfeldtypen wurden im Rahmen der Studie von Küpper et al. identifiziert:

Unternehmenstypen:

  • "Wachstums"-Unternehmen
  • "Techniker"-Unternehmen
  • "Tagesgeschäft"-Unternehmen
  • "Markenartikel"-Unternehmen
  • "Verzetteltes" Unternehmen
  • "Familien"-Unternehmen
  • "Ein-Kopf"-Unternehmen
  • "Ein-Standbein"-Unternehmen
Umfeldsituationen:
  • "Nischen"-Situation
  • "Zulieferer"-Situation
  • "starker Wettbewerb"-Situation
  • "Branche-in-Bewegung"-Situation
  • "David-und-Goliath"-Situation
  • "Beschaffungs-Engpass"-Situation
  • "Innovationsdruck"-Situation
  • "Marktführer"-Situation
Das zu analysierende Unternehmen muss zur Ermittlung der jeweils zutreffenden Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren zunächst in die passenden Unternehmens- und Situationstypen eingeordnet werden. Hierbei können auch Mehrfachnennungen vorkommen, was in der Praxis dazu führt, dass jeweils etwa zwei bis drei Unternehmens- und Situationstypen als zutreffend für das eigene Unternehmen genannt werden.

Diese Mehrfacheinordnung ist aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung, da sich hieraus verschiedene Cluster mit jeweils unterschiedlichen strategischen Gesamtrisikolagen ableiten lassen.

Für derart spezifische mittelständische Unternehmens-Umfeld-Cluster gibt es in der Literatur noch kein geeignetes Referenzmodell zur Bewältigung der jeweiligen strategischen Gesamtrisikolage.

Ziel unserer Studie ist es daher, für ausgewählte derartige Cluster ein geeignetes Referenzmodell zu entwickeln. Dies kann ganz erheblich zur langfristigen Bestandssicherung mittelständischer Unternehmen beitragen.

Als Dankeschön für Ihre Teilnahme stellen wir Ihnen - neben der Möglichkeit, am Ende der Studie sofort per Mausklick Ihre wichtigsten zehn Risiken ermitteln zu können - eine aussagekräftige Dokumentation der Gesamtergebnisse zur Verfügung. Diese wird von uns ausschließlich elektronisch verschickt. Sofern Sie diese Dokumentation erhalten möchten, geben Sie uns am Schluss der Umfrage bitte eine geeignete e-Mail-Adresse an.

Sobald diese Ergebnisdokumentation zur Verfügung steht, wird sie umgehend verschickt.

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